CAT 7 Kabel verlegen

Warum eine CAT 7 Kabel Verlegung im Eigenheim sinnvoll ist!

 

Früher wurde hauptsächlich als Schwachstromkabel das normale Telefonkabel mit der Bezeichnung J-Y (ST) Y verwendet. Es ist auch heute noch sehr weit verbreitet und kommt häufig zum Einsatz. Die Computer- und Netzwerktechnik verlangt andere Anforderungen, diese erfüllen heute so genannte Netzwerkkabel (Cat 5, CAT 6, CAT 7). Ein CAT 5, CAT 6 oder CAT 7- Kabel ist ein so genanntes geschirmtes „Twisted-Pair-Kabel“. Die Abschirmung besteht aus einem Drahtgeflecht und Aluminiumfolie die vor inneren und äußeren elektromagnetischen Einflüssen schützt.  Außerdem schützt die paarweise Abschirmung (bei CAT 7 Kabel) innerhalb des Kabels das Übersprechen von benachbarten Kabelpaaren. Die Vorteile sind enorm und werden weiter unten im Text erklärt.

 

Der Unterschied zwischen CAT 5, CAT 6 und CAT 7 Kabel?

„CAT“ steht für Kategorie (engl. category). In Deutschland sind auch die Begriffe wie“Kat/Cat-Kabel“, „Netzwerkkabel“ oder „LAN-Kabel“ sehr gängig. Die Kategorien 1 – 4 sind so gut wie nirgendwo mehr im Einsatz, höchstens noch in sehr alten Netzwerk-Installationen. Neben den Kategorien der EIA/TIA 568 (CAT 1 – CAT 4) gibt es noch die Kategorien der ISO/IEC 11801. Hier sind die Kategorien 5 bis 7 festgelegt.
Zusätzlich gibt es eine europäische Norm EN 50172, in der „CAT-Kabel“ in die Klassen „A“ bis „F“ eingeteilt sind.
Wichtig: Diese Standards gelten nicht nur für die CAT-Kabel, sondern auch für die dazugehörigen Stecker.

 

CAT 7 Kabel verlegen

Die Datenübertragung, mittels Übertragungsfrequenz und die Länge des CAT-Kabels stehen in einem Bezug zueinander. Ist die Übertragungsfrequenz zu hoch, dann reduziert sich die nutzbare Kabellänge. Das bedeutet, bei einer höheren Frequenz kann nur eine geringere Entfernung überbrückt werden.

 

Sie fragen sich sicherlich – „Welches CAT-Kabel ist nun das Richtige“? 

  • CAT 5 Kabel haben eine niedrigere Betriebsfrequenz (100 MHz) und sind somit bei längeren Kabelstrecken die richtige Wahl. Dieser Kabeltyp ist sehr häufig im Einsatz.
  • CAT 6 Kabel haben eine Betriebsfrequenz ab 250 MHz bis 500 MHz. Somit sinkt hier die nutzbare Kabellänge, die technisch bei ca. 100 Meter liegt. CAT 6a Kabel sind auch für 10 Gigabit-Ethernet geeignet.
  • CAT 7 Kabel arbeiten mit einer Betriebsfrequenz von 600 MHz. In der Kategorie CAT 7a sogar mit Frequenzen bis 1.000 MHz. Bei CAT 7 Kabel sind die einzelnen Kabelpaare extra abgeschirmt und erfüllen die Norm IEEE 802.3an und sind für 10 Gigabit-Ethernet geeignet. Der absolute Top-Vorteil gegenüber CAT 6 oder CAT 5 Kabeln ist somit die Abschirmung, die sehr geringe Störungsanfälligkeiten und Rauschen zulässt. Eine CAT 7 Verkabelung verlangt auch eine CAT 7 geeignete Stecker- und Buchsenanforderung. Den mit den RJ-45 Stecker erreicht man keine komplette CAT 7 Übertragung. Hier sind nun aktuell, unter anderem Siemon TERA– oder GG-45 Stecker anzuwenden. Gerade, um den heutigen Multimedia-Anwendungen gerecht zu werden, ist eine CAT 7 Verkabelung zukunftssicher und unabdingbar.

 

Die Vor- und Nachteile des CAT 7 Kabels?

 

Vorteile:

  • Doppelte Abschirmung des Kabels, Adernpaare einzeln abgeschirmt
  • Betriebsfrequenz bis zu 1.000 MHz
  • Größerer Kupferquerschnitt, dadurch geringerer Spannungsabfall, zusätzlich lassen Sie sich dadurch besser anklemmen
  • Geringere Störanfälligkeit und Rauschen
  • Zukunftssicher, um den immer weiter steigenden Multimedia-Anwendungen gerecht zu werden

 

Nachteile:

  • Höhere Kosten
  • Es werden neue Steckertypen GG-45- oder Siemon TERA Stecker benötigt
  • Wenn bei einer CAT 7 Verkabelung, die Standard-Netzwerkdosen CAT 6 verwendet werden, verringert sich auch die Kategorie des Gesamtsystems

Fazit: Warum Sie sich für ein CAT 7 Kabel Verlegung entscheiden sollten?

  1. Da die Adernpaare einzeln abgeschirmt sind haben normale 230 Volt-Leitungen, die sehr häufig im Einsatz sind nur noch einen sehr geringen Einfluss auf Störungen. Dies ist auch der Hauptunterschied zu CAT 5 oder CAT 6 Leitungen.
  2. Die Preise eines CAT 6 Kabels im Vergleich zu einem CAT 7 Kabels sind nicht mehr sehr hoch und sollten auf Grund der Vorteile keine Rolle spielen.
  3. Der größere Kupferquerschnitt hat weniger Spannungsabfall, zudem lassen sich die CAT 7 Kabel dadurch leichter anklemmen.
  4. Die steigenden Multimedia-Anwendungen verlangen in Zukunft immer höhere Anforderungen an das Leitungsnetz. Mit einer CAT 7 Verkabelung sind Sie zukunftssicher vorbereitet.

 

Tipps aus der Praxis:

Die Verkabelung die für CAT 7 Highspeed-Ethernetbasierte Computer-Netzwerke entspricht, sollte mit größter Sorgfalt durchgeführt werden. Eine  schnelle Verlegung, wie bei der normalen Hausinstallation kommt bei der CAT 7 Verkabelung nicht in Frage. Leitungswege und die Verlegung selbst sind mit Entscheidend für eine stabile, langlebige Verbindung. Die Installation sollte behutsam und wohl überlegt durchgeführt werden, um allen Anforderungen zukunftssicher gerecht zu werden.

Die CAT 7 Verkabelung sollte im Eigenheim immer sternförmig und am besten in einem Leerrohr verlegt werden.

Aktuell werden sehr häufig CAT 7 Kabel verlegt und CAT 6a Netzwerkdosen verwendet. Dadurch wird zwar kein kompletter CAT 7 Standard erreicht, jedoch kann später nur die Netzwerkdose getauscht werden, um den kommenden höheren Standards zu entsprechen.

Eine CAT 8 Verkabelung ist bereits in Planung und im Kommen. Diese arbeitet dann mal in einem Frequenzbereich von bis zu 2.000 MHz.

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