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Elektroinstallation Schlafzimmer, Kinderzimmer, Gästezimmer

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Elektroinstallation Schlafzimmer – Perfekte Planung (Teil 3: Kinder-, Schlaf- und Gästezimmer)

 

Beim Neubau oder einer Sanierung von Wohngebäuden oder Wohnungen, sollte der Bauherr sich früh mit der späteren technischen Ausstattung auseinandersetzen.

Dazu ist natürlich auch schon bei der Planung wichtig zu wissen, wo später einzelne Möbel und technische Geräte (Bett, Schreibtisch, Fernseher usw.) gebraucht werden.

Auch der Bedarf und Umfang an Anschlüssen, wie Steckdosen und Leuchten wird oft nicht ausreichend durchdacht.

Kommunikationsanschlüsse oder wenigstens Leerrohre für Nachrüstungen, werden auch oft vernachlässigt. Nachrüstungen ohne vorgesehenen Leerrohren und Anschlussdosen sind oft nur mit hohem und teurem Aufwand korrigierbar.

Es sollte auch schon bei der Planung eine spätere Umgestaltung oder Nutzungsänderung der Räume berücksichtigt werden.

Setzen Sie sich deshalb schon frühzeitig mit Ihrem Architekten oder Bauträger, beziehungsweise auch Ihrem Elektrobetrieb zusammen und besprechen Ihren Ausstattungsumfang.

 

Ansonsten gilt es weiter vorab festzulegen:

 

Elektroinstallation Schlafzimmer – So planen Sie richtig?

Planen Sie die Anschlüsse in den Schlafräumen (Schlaf-, Kinder-, Gästezimmer) nach der Architektur und des Grundrisses.

Um eine vernünftige und individuelle Elektroplanung durchführen zu können, müssen vorab die Raumnutzung und die Festlegung der Einrichtung stehen.

Die Möblierung ist Grundlage für spätere Anschlüsse und Schalter. Es ist aber auch wichtig eventuelle spätere Umgestaltungen mit einzuplanen.

Die Empfehlungen der Ausstattungswerte in diesem Artikel entsprechen einer Standard-  bis Komfortausstattung der Elektroinstallation, jedoch keiner Gebäudesystemtechnik (Bustechnik).

 

Elektroinstallation Schlafzimmer – Beleuchtung richtig planen:

Das Schlafzimmer dient längst nicht nur als Schlafraum.

Es wird oft als gemütlicher Leseraum im Bett, zum Fernsehschauen oder auch zum Kuscheln und Relaxen genutzt.

Entsprechend sollte auch die Beleuchtung installiert werden.

Es sollten je nach Nutzung und Größe zwei bis drei Beleuchtungsgruppen geplant werden.

Eine allgemeine helle, neutrale Raumbeleuchtung, die vom Bett und der Tür (Wechselschaltung) geschalten werden kann (Deckenleuchte in der Raummitte oder auch Einbauleuchten).

Eine gemütliche indirekte, warmweiße Beleuchtung die gedimmt und wieder vom Bett und Tür geschalten werden kann. Diese Beleuchtung könnte zum Beispiel, mittels einer Stromschiene mit Spots erzeugt werden, die dann auch verändert werden können.

Eine Lesebeleuchtung, die nur vom Bett geschalten werden kann und auf jeder Seite mittels Wandleuchten auf ca. 1 Meter installiert ist, sollte auch nicht fehlen (Alternativ dient auch eine eingesteckte Nachttischleuchte).

Sollte noch eine Ankleide mit im Schlafzimmer sein, sollte hier noch eine helle Spiegelbeleuchtung installiert werden.

Weitere Ideen könnten ein Sternenhimmel mit vielen kleinen LEDs, oder auch ein hinterleuchtetes Bett mit LED-Strips sein.

Nicht zu vergessen ist ein Orientierungslicht (Aufstehlicht), das durch Bewegungsmelder geschalten wird.

 

 

Elektroinstallation Kinderzimmer

Das Kinderzimmer dient nicht nur zum Schlafen, sondern auch zum Wohnen, Spielen und Hausaufgaben machen.

Es sollten je nach Nutzung und Größe zwei bis drei Beleuchtungsgruppen geplant werden.

Eine Allgemeinbeleuchtung (Deckenleuchte oder Einbaustrahler) mit Wechselschaltung an Tür und Bett.

Des Weiteren eine gemütliche, indirekte (gedimmte) Beleuchtung (Wandleuchten, Spots oder Stromschiene) zum Spielen, die wieder von Tür und Bett geschalten werden kann.

Eine extra helle Beleuchtung am Schreibtisch zum Lernen und Hausaufgaben machen, ist nicht zu vergessen. Genauso sollte am Bett noch eine Leseleuchte, die fest als Wandleuchte installiert ist, oder alternativ auch als eingesteckte Nachttischleuchte vorgesehen werden.

Nicht zu vergessen ist ein Orientierungslicht (Aufstehlicht), das durch Bewegungsmelder geschalten wird.

 

 

Elektroinstallation Schlafzimmer/ Kinderzimmer – Sonstige Elektroanschlüsse:

Planen Sie im Schlaf- bzw. Kinderzimmer je nach Raumgröße auch ein bis zwei Antennenanschlüsse für Fernseher mit ein (unabhängig von der Empfangstechnik: SAT, Kabel, DVB-T).

Pro Antennensteckdose sollten drei 230V-Steckdosenanschlüsse vorhanden sein. Sehen Sie auch einen Telefonanschluss mit zwei 230V-Steckdosen vor.

Zeitgemäß wäre dazu eine LAN-Verkabelung (Netzwerkverkabelung) im ganzen Haus mit mindestens einem oder mehreren Anschlüssen pro Zimmer.

Alternativ sollten wenigstens Leerrohr, die in Unterputzdosen enden, zur späteren Nachrüstung vorgesehen werden.

Zu den aufgeführten  230V-Steckdosen sollte in den Schlafräumen grundsätzlich eine zusätzliche Grundversorgung an Steckdosen vorhanden sein.

Dazu zählt auch eine Putzsteckdose an der Tür und nutzbare Steckdosen bei einer Umgestaltung des Raumes.

Gerade wenn Sie mehrere und große Fenster im Schlaf- bzw. Kinderzimmer haben, sollten Sie die dazugehörigen Rollladen oder Jalousien auch elektrisch steuern. Dies könnten Sie zentral über eine Schaltstelle oder auch einzeln lösen.

Wichtig sind Rauchmelder in den Schlafräumen. Diese sind mittlerweile bei Neubauten, fast in ganz Deutschland Pflicht.

Gerade in den Schlafräumen, werden Sie somit nachts, bei entstehenden Brände (z.B. durch eingesteckte elektrische Geräte), rechtzeitig durch laute Signale geweckt.

 

In den Kinderzimmern sollten alle Steckdosen auch mit Kinderschutz ausgestattet sein.

 

Empfehlenswert ist in den Schlaf-, Kinder-, und Gästezimmern ein durch Bewegungsmelder gesteuertes Orientierungslicht (Aufstehlicht, Pantoffellicht).

Die Anordnung kann Unterputz an der Tür auf einer Höhe von 20 cm oder auch als LED-Strips an den Fußleisten erfolgen.

Überlegenswert wäre auch ein Unterputzradio* am Bett. Die meisten Modele haben, neben vielen weiteren Funktionen, auch eine nützliche Weckfunktion integriert.

Nicht zu vergessen ist auch die Raumtemperaturregelung (je nach Heizung) für individuelles Heizen an einer zentralen Stelle im Raum.

 

Nächster Schritt – Die Umsetzung der Planung für die Schlafräume (Schlafzimmer, Kinderzimmer):

  1. Nehmen Sie einen ausreichend großen Grundriss der Räume.
  2. Zeichnen Sie Ihren Bedarf an Steckdosen, Beleuchtungsanschlüssen und Kommunikationsanschlüssen nach der untenstehenden Tabelle ein und ändern Sie eventuell die Stückzahl nach Ihrem Individuellen Bedarf ab.
  3. Überlegen Sie welche zusätzlichen Komfort– und Sicherheitsmöglichkeiten Sie zusätzlich wünschen (siehe dazu die Anregungen weiter unten im Text) und zeichnen entsprechende Symbole dafür im Grundriss mit ein.
  4. Machen Sie sich bei unentschlossenen Ausstattungswerten Notizen für spätere Besprechungen mit Bauträgern, Architekten und Elektrobetrieben.

 

Tabelle Schlaf-, Kinderzimmer:

Schlaf-, Kinderzimmer Ausstattung nach RAL-RG 678 bis 20 qm² Mindest Ausstattung Standard Ausstattung Komfort Ausstattung
Anschlüsse für Beleuchtung 1 2 3
230V Steckdosen allgemein, ohne genaue Zuordnung 4 8 10
Telefon/ Datenanschluss (IuK) 1 1 1
230V Steckdosen für Telefon/Daten 1 2 2
Radio-/ TV-/ Datenanschluss (RuK) 1 1 2
230V Steckdosen Radio/ TV/ Daten 3 3 6
Klingel/ Gong/ Türöffner 1x je Wohnung 1x je Wohnung 1x je Wohnung
Gegensprechanlage 1x je Wohnung
Gegensprechanlage mit mehreren Sprechstellen in der Wohnung 1x je Wohnung
Gegensprechanlage mit mehreren Sprechstellen in der Wohnung und Videotürstationen 1x je Wohnung
Gefahrenmeldeanlage 1x je Wohnung
Stromkreis für Beleuchtung und Steckdosen 1 1  1-2

 

 

 

 

Weitere Überlegungen der Sicherheits- und Komfortausstattungen die bisher nicht genannt wurden:

 

 

Je nach Größe der Räume (über 20 qm²) sind dementsprechend auch die Anzahl an Beleuchtung- Steckdosen- und Kommunikationsanschlüsse zu erweitern bzw. anzupassen.

Die angegeben Daten sind nur eine persönliche Empfehlung und sollten als Richtlinie verwendet werden.

Je nach individuellen Wohnkomfort sollte jeder für sich entscheiden, welche Ausstattung er braucht.

Bei der Elektroinstallation sollte man sich einige angesprochene Punkte wirklich ausreichend gut überlegen und weitsichtig denken, denn was heute noch als Luxus empfunden wird, könnte in 10 Jahren schon Standard sein.

Erfahrungen zeigen, oft wird zum Beispiel bei der Küche und dem Bad richtig viel Geld ausgegeben, was dann eventuell bei der Elektroinstallation fehlt…

 

Mit Ihren erstellten Planungsunterlagen und Wünschen sind Sie nun gut gerüstet um Gespräche mit Bauträgern, Architekten und Elektrofirmen zu führen.

Wenn Sie die gesamten Bauarbeiten an einem Bauträger vergeben, vergleichen Sie deren Leistungsbeschreibung und lassen Sie sich Ihre Vorstellungen festschreiben.

Wenn Sie genau wissen was Sie wollen, ist es vorab viel leichter ein entsprechendes, genaues Angebot zu bekommen. Es lassen sich auch mehrere Angebote besser vergleichen, wenn der Bedarf vorher genau festgelegt ist.

Andernfalls sind böse Überraschungen vorprogrammiert.

 

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