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„Taster Schaltung“

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„Taster Schaltung“ bei der Elektroinstallation – Wie Sie eine Tasterschaltung anschließen

 

Bei der Elektroinstallation, werden zur Steuerung der Beleuchtung, verschiedene Schaltungen installiert. Eine häufig zum Einsatz kommende Schaltung ist dabei die „Taster Schaltung“, da hier von mehreren Schaltstellen aus, die Leuchten geschalten werden können …

Genauer erklärt …

 Der Einsatz einer Tasterschaltung 

Wenn Sie einen Verbraucher, wie zum Beispiel eine Leuchte , von mehr als zwei Schaltstellen unabhängig, Ein– bzw. Aus– schalten wollen, kommt häufig eine sogenannte „Taster Schaltung“ zum Einsatz.

 

💡 Wo kommt eine Tasterschaltung häufig zum Einsatz?

Beispiele:

  • Fluren mit mindestens drei Schaltstellen
  • Treppenhäuser
  • Räume mit mehreren Türen
  • Lagerhallen
  • Durchgangsräume

Der große Vorteil einer „Taster Schaltung“ gegenüber einer normalen Schaltung, ist die einfache Verdrahtung, die schon mit zwei Drähten pro Schaltstelle funktioniert. In der Praxis wird dabei jedoch meist mit fünf adrigen Installationskabel verdrahtet, da oft noch eine Glimmlampe im Schalter integriert ist, bzw. noch eine Steckdose unter dem Schalter mit installiert wird.

Falls keine Glimmlampe am Taster angeschlossen wird, reichen zwei Drähte. Da beim Betätigen des Tasters nur kurz ein Impuls ausgeführt wird und der Schalter durch die Feder wieder in die Ausgangsposition zurück springt, ist es auch egal wie der Taster angeschlossen wird. Grundsätzlich sollte jedoch auf Klemme „P“ oder „L“ der Außenleiter (Phase) geklemmt werden und auf Klemme „abgehender Pfeil “ der Impuls zum Relais.

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 Achtung – Bitte vor dem Arbeiten an der elektrischen Anlage unbedingt die 5 Sicherheitregeln beachten! 

Hinweis vorab: Das Arbeiten an der elektrischen Anlage kann Lebensgefährlich sein. Aus rechtlichen Gründen, weise ich Sie darauf hin, dass alle Artikel mit Erklärungen in Schrift und Bild, keine vollständigen Installationsanleitungen für elektrische Anlagen sind. Sie erhalten hier lediglich Tipps, Hilfe und Anregungen aus der Sichtweise des Autors und Betreibers dieses Blogs.

Wichtig: Bei unsachgemäßer und nicht vorschriftsgemäßer Ausführung wird keinerlei Haftung für entstandene Personen- und Sachschäden übernommen. Die Arbeiten sollten deshalb von Fachpersonal ausgeführt oder mindestens überprüft werden.


 

Der Aufbau eines Tasters

Auf dem ersten Blick unterscheidet sich optisch der Taster nicht wirklich von einem normalen Schalter. Erst wenn man die Wippe des Tasters betätigt fällt auf, dass die Wippe beim Betätigen, wieder zurückspringt (Der Taster gibt nur einen Impuls). Im Gegensatz, beim normalen Ausschalter rastet die Position ein und springt nicht zurück. Der Taster ist ein Wippschalter mit Feder der in die Ausgangsstellung zurückspringt. Der übliche Taster ist in der Regel ein Taster als „Schließer“. Es gibt Taster als „Schließer“, Taster als „Öffner“ und Taster als „Wechsler“. Sie dazu das Bild 2 unten.

Beim Betätigen gibt er einen Impuls an das Relais. Die Spule des Relais zieht an und schließt bzw. öffnet den Kontakt des Relais.

“Ein Taster ist kein Schalter”.

Ein Schalter behält seine Stellung nach dem Betätigen bei. Ein Taster springt in die Ausgangslage zurück.

Bild 1

Der Unterschied zwischen Schaltern und Tastern ist das Taster nach dem Betätigen wieder in die Ausgangsstellung zurückkehren, während Schalter den Zustand nach dem Betätigen, beibehalten.

 Der einfache Taster (Schließer)  hat nur zwei Klemmkontakt. Ein Kontakt für den Außenleiter (Phase) und ein abgehender Kontakt für den Impuls, zum Beispiel zum Relais.  Der Taster (Schließer) mit N-Klemme  hat drei Kontakte. Einen mit „P“ gekennzeichnet für das stromführende Kabel (Phase oder auch Außenleiter genannt), einen Schaltkontakt der mit „Pfeil⇑ vom Schalter weg“ gekennzeichnet ist (schaltet die Spule des Relais Klemme A1).

Der dritte Schaltkontakt des Tasters ist für den Neutralleiter „N“ gedacht, aber nicht zwingend notwendig. Er kann verwendet werden, wenn der Taster mit einer Glimmlampe ausgestattet werden soll. Dies macht zum Beispiel in dunklen Fluren Sinn, da die Glimmlampe zur  Orientierung dient und dadurch wird der Schalter schnell gefunden.

 Der Taster als Öffner oder Wechsler  

Der Unterschied eines Tasters als “Schließer” und eines Tasters als “Wechsler”?

Es gibt Taster als Schließer, als Öffner und auch als Wechsler.

Der Taster als Schließer, schließt beim Betätigen für einen kurzen Zeitpunkt (Impuls) den Stromkreis (siehe Bild unten). Weitereführende Infos zum Unterschied zwischen Taster als Schließer, Öffner und Wechsler finden Sie auf diesem Artikel.

Bild 2

Beim Taster als Öffner ist der Stromkreis geschlossen und er öffnet beim Betätigen für einen kurzen Zeitpunkt den Stromkreis (Bild Mitte).

Bei der Tasterschaltung wird ein Stromstoßrelais benötigt

Für die Funktion kommt ein Stromstoßrelais zum Einsatz. Dies wird hauptsächlich im Unterverteiler untergebracht.

Es kann aber auch, (zum Beispiel bei der nachträglichen Installation) in der Schalterdose mit untergebracht werden. Das Stromstoßrelais ist das Herzstück der Tasterschaltung. Von dort wird das Licht Ein– bzw. Aus– geschaltet.

Das Standard Stromstoßrelais* (Beispielbild: von Eltako) hat eine Spule (Klemme A1 und A2 oder auch N) und ein Schaltkontakt (Klemme 1 und 2).

Bild 3
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Wie funktioniert eine „Taster-Schaltung“?

Wird ein Taster betätigt, strömt ein kurzer Impuls (Stromstoß) zur Klemme A1 des Stromstoßrelais (z.B. Eltako).

Das Stromstoßrelais hat zwei Stellungen: „Offen“ oder „Geschlossen“ (Licht „Ein“ oder „Aus“). Jeder neue Schaltimpuls vom Taster lässt das Relais entweder „Anziehen“ oder „Abfallen“ (violetter Draht im Schaltplan unten). Folge ⇒ Licht „An“ oder „Aus“.

Die stromführende Ader (Zuleitung vom Sicherungsautomaten* kommend), muss an jedem Taster der Schaltung anliegen, Klemme „L“ (brauner Draht auf dem Schaltplan unten). Die abgehende Ader am Taster (Pfeil Klemme ⇑) auf dem Schaltplan die Farbe violett, geht auf den Kontakt der Spule des Stromstoßrelais.

Das Relais braucht eine Dauerspannung (Klemme „1„). Wichtig: Dies sollte auch die gleiche Phase, die auch am Taster anliegt sein (kein anderer Stromkreis).
Der weiße Draht auf dem Schaltplan unten ist der Lampendraht Klemme „2“ oder „Kreuz“ (Lampensymbol) am Relais, er schaltet das Licht „An“ bzw. „Aus“ und muss deshalb mit dem Draht zur Lampe verbunden werden.
Jetzt fehlt noch der Neutralleiter „N“ (blauer Draht) am Relais und an den Leuchte.
Über den angeschlossenen Neutralleiter „N“ am Relais, kann der Strom fließen und die Spule zieht an oder fällt ab. Licht geht „An“ oder „Aus“ nach jedem betätigen eines Tasters.
Letztendlich nicht zu Vergessen ist der Schutzleiter (grüngelb) der mitgeführt wird und an der Lampe mit anzuschließen ist.

Der Unterschied zwischen einem Stromstoßrelais* und einem Treppenlichtschalter ist einfach der, dass man bei einem Treppenlichtschalter* eine Zeit (z.B.. 1-12 min.) für automatisches Ausschalten einstellen kann. Während beim Stromstoßschalter nur durch nochmaliges betätigen des Tasters, das Licht ausgeschaltet wird.

Zum besseren Verständnis, hier der Schaltplan einer Taster Schaltung:

Bildquelle: Wikipedia

 

 

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