Elektroinstallation im Eigenheim – So gelingt der Aufbau und die Planung
Elektroinstallation selbst planen oder teilweise auch selbst machen – dazu erfahren Sie in diesem Artikel nutzbringende Informationen …
… 15 nutzbringende Erkenntnisse, die jedem Bauherren befähigt, aufschlussreiche Lösungen für sein Projekt, zu erfahren.
Bei der Elektroinstallation treten immer wieder dieselben Fragen auf, die sich Bauherren am Anfang und während Ihres Projekts stellen. Deshalb möchte ich Ihnen nutzbringende Lösungen vorstellen, die Aufschluss auf die wichtigsten Fragen geben. Meist werden dadurch erst Dinge hinterfragt, an die man sonst niemals gedacht hätte. Ihre Elektroinstallation soll dadurch aufschlussreiche Erkenntnisse erhalten und versuchen, passende Lösungen für Ihr Projekt vorzustellen.

Inhalt:
- Diese Fragen sollten sich Bauherren schon vorab, bei der Planung der Elektroinstallation stellen und auch beantworten?
- Wie kommt der Strom ins Haus und wo soll die Hausanschlusseinrichtung hin?
- Planung der Anlage – Welcher Ausstattungswert nach RAL-RG 678 kommt zum Einsatz?
- Wie kommt der Strom in die einzelnen Stockwerke?
- Wie man den richtigen Platz für Zählerschrank und Unterverteiler findet?
- Wie kommt der Strom (Steckdosen und Beleuchtung) in die jeweiligen Zimmer?
- Wie kommen TV, Internet, Telefon in die jeweiligen Räume?
- Welche Installationen und Steuerungen werden für elektrische Jalousien und Raumtemperaturregelung benötigt?
- Welche Smart-Home-Anwendungen sind sinnvoll?
- Wie wird die Elektroinstallation im Rohbau verlegt?
- Welche Leitungen sollten in Leerrohren verlegt werden?
- Welche Kabel und Leitungen für welche Anschlüsse?
- Wo sollen Verteiler für Schwachstrom-Anlagen untergebracht werden?
- Welche Schalterprogramme sind zu empfehlen?
- Fazit und Empfehlung für Selber-Macher (Anleitung für Bauherren)
Diese Fragen sollten sich Bauherren schon vorab, bei der Planung der Elektroinstallation stellen und auch beantworten?
Grundlegendes:
- Für welche Zwecke soll der Raum aktuell und vielleicht in Zukunft genutzt werden?
- Wie soll jeder einzelne Raum möbliert werden?
- Wie viele Türen hat der Raum und zu welcher Seite gehen diese auf?
Beleuchtungsanschlüsse:
- Wo soll die Hauptbeleuchtung des Raumes installiert werden? Verschiedene Lösungsvorschläge finden Sie im Artikel „Beleuchtung„.
- Erhält der Raum Decken-Einbaustrahler, Aufbaulampen, Wandlampen etc. als Hauptbeleuchtung? Wenn ja, wie viele? Im Artikel „indirekte Beleuchtung“ finden Sie Möglichkeiten.
- Welche Schaltstellen soll die Hauptbeleuchtung erhalten? Eine oder mehrere?
- Welche zusätzlichen Beleuchtungen soll der Raum oder Bereich erhalten? Indirekte Beleuchtung? Spiegelleuchten? LED-Strips? Wegbeleuchtung? Akzentbeleuchtung? Treppenstufenbeleuchtung?
- Wie soll die zusätzliche Beleuchtung geschaltet werden?
- Welche Leuchten sollen dimmbar sein?
Sonstige Anschlüsse:
- Wo sollen die Steckdosen Anschlüsse angebracht werden (Steckdosen für Geräte, Putz-Steckdosen, Steckdosen für Steh-Leuchten etc.)
- Welche Endverbraucher (Geräte, Maschinen) benötigen einen eignen Steckdosen-Anschluss (Waschmaschine, Trockner, Boiler, Steckdosen, Werkstatt)?
- Welche Steckdosen sollen eventuell über einen „Schalter“ schaltbar sein?
- Werden Kraftanschlüsse benötigt (Kraftsteckdosen, Sauna, Herd, Maschinen, Motoren)?
- Ist in dem jeweiligen Raum ein Antennenanschluss erforderlich?
- In welche Räume sollen Netzwerkanschlüsse verlegt werden und wie viele? (Info zum Netzwerk aufbauen)
- Wie viele Steckdosen sollen zusätzlich, zu den Netzwerkanschlüsse verlegt werden?
- Wo werden Telefon-/ Fax-/ AB-/ Router-/ Repeater-/ Anschlüsse benötigt?
- Anschlüsse für elektrische Jalousie, Sprechanlage, Unterputz-Radios, Kameras, Alarmanlage?
Wenn Sie eine Anleitung brauchen, die Ihnen Raum für Raum erklärt, welche Anschlüsse Sinn machen bzw. welche Überlegungen infrage kommen, dann können Sie das im Artikel „Elektroinstallation planen“ nachlesen.
Wie kommt der Strom ins Haus und wo soll die Hausanschlusseinrichtung hin?
Ein neues Gebäude muss ja irgendwann ans Niederspannungsnetz angeschlossen werden. Dafür wird ein Hausanschluss benötigt. In der Regel wird dies unterirdisch über ein Erdkabel umgesetzt. Früher wurde das Niederspannungsnetz auch über Freileitungen an Masten übertragen, jedoch sieht man das heute nur noch selten und wenn, dann nur eben im ländlichen Bereich. Im Gebäude muss der Bauherr eine Hausanschlusseinrichtung bereitstellen. Hierfür sind in der Regel drei Varianten denkbar:
- Hausanschlussnische
- Hausanschlusswand
- Hausanschlussraum
Die Hausanschlusseinrichtung versorgt das Gebäude mit Strom. Zur Hausanschlusseinrichtung gehören:
- Hauseinführung
- Hausanschlussleitung
- Hausanschlusskasten
- Potenzialausgleich/ Erdung
- Zähleranlage/ Stromkreisverteiler
Die Hauseinführung stellt die Verbindung ins Gebäude her. Meist wird sie durch eine „Mehrsparten Hauseinführung“ hergestellt. Hier wird dann die Versorgung des Gebäudes mit Wasser, Strom, Telefon und Gas über eine „Einführung“, hergestellt.
Die Hausanschlussleitung ist die Verbindung zwischen dem Versorgungsnetz und der Kundenanlage.
Im Hausanschlusskasten (HAK) wird der Strom des Netzversorgers in die Kundenanlage eingespeist. Im Hausanschlusskasten sind auch die Hausanschluss-Sicherungen untergebracht.
Der Potenzialausgleich ist die Verbindung der Erdanschlussfahne, die vom Bauunternehmen ins Fundament gegossen ist und allen Anlagenteilen, die geerdet werden müssen. Dies wird über die Potenzialausgleichsschiene erreicht. Sie ist essenziell, da sie zum Schutz vor elektrischen Schlag im Gebäude dient.
Im Zählerschrank wird der verbrauchte Strom gemessen. Vom Zählerschrank werden eigene Zuleitungen, zu den Unterverteilern des Gebäudes, verlegt. Oft befindet sich im Zählerschrank auch ein Stromkreisverteiler und ein Kommunikationsfeld für Schwachstrom.
Planung der Anlage – Welcher Ausstattungswert nach RAL-RG 678 kommt zum Einsatz?
Egal, ob Modernisierung oder Neubau, eine gut durchdachte Planung ist elementar wichtig. Gerade bei der Elektroinstallation sollte Komfort und Sicherheit gut durchdacht sein. Die Funktionalität und der Zustand der Elektroinstallation wird durch den Ausstattungswert bestimmt, welcher in der DIN 18015-2 festgelegt ist („Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 2: Art und Umfang der Mindestausstattung“).
Die Fachgemeinschaft „HEA“, die für effiziente Energieanwendung steht, hat zusätzlich eine Sterne-Kennzeichnung definiert, die als RAL-RG 678 bezeichnet ist und festlegt, welcher Ausstattungswert infrage kommt.
Die RAL-RG 678 legt zusätzlich zwei Gruppen fest. Die konventionelle und der erweiterte Ausstattungswert.
Ausstattungswert | Kennzeichnung | Qualität |
1 | * | Mindestausstattung gemäß DIN 18015-2 |
2 | ** | Standardausstattung |
3 | *** | Komfortausstattung |
1 plus | * plus | Mindestausstattung gemäß DIN 18015-2 und Vorbereitung für die Anwendung der Gebäudesystemtechnik gemäß DIN 18015-4 |
2 plus | ** plus | Standardausstattung und mindestens ein Funktionsbereich gemäß DIN 18015-4 |
3 plus | *** plus | Komfortausstattung und mindestens zwei Funktionsbereiche gemäß DIN 18015-4 |
Wie kommt der Strom in die einzelnen Stockwerke?
Je nach Gebäudegröße werden ein oder mehrere Stromkreisverteiler (Unterverteiler) im Gebäude installiert. Vom Zählerschrank aus werden über Zuleitungen die Unterverteiler versorgt. Die Stromkreisverteiler werden in der Regel zentral, pro Stockwerk, angebracht. Im Stromkreisverteiler werden die einzelnen Stromkreise durch Leitungsschutzschalter abgesichert. Zusätzlich sind noch weitere Schutzmaßnahmen, wie FI-Schutzschalter (schützt vor elektrischen Stromschlägen), im Unterverteiler untergebracht.
Häufig sind die Unterverteiler in Fluren oder Abstellräumen untergebracht. Sie sollten immer gut zugänglich sein und nicht durch Regale oder Gegenstände blockiert werden.
Die Unterverteiler sollten auch untereinander mit mehreren dickeren Leerrohren verbunden werden. Genauso sollten vom Zählerschrank aus, die Unterverteiler mit mehreren zusätzlichen Leerrohren angefahren werden. Hier könnten dann mal spätere Nachrüstungen problemlos, ohne großen Aufwand bewerkstelligt werden.
Wie findet man den richtigen Platz für Zählerschrank und Unterverteiler?
Der Zählerschrank darf in Treppenhäusern, Hausanschlussräumen oder Fluren oder leicht zugänglichen Räumen angebracht werden. Er kann Aufputz, Unterputz oder teils versenkt werden. Der Zählerschrank muss schutzisoliert (Schutzklasse II) sein.
An folgenden Orten darf der Zählerplatz nicht angebracht werden:
- Über Treppenstufen
- In Wohnräumen, Küchen, Bad und Waschräumen
- In feuchten Räumen
- In Öllagerräumen
- In Räumen mit erhöhter Umgebungstemperatur
- In feuer- und explosionsgefährdeten Stellen
Oft wird bei einem Einfamilienhaus auch der Stromkreisverteiler mit in den Zählerschrank mit integriert. Hier wird dann seitlich, ein weiteres 250 mm breites Feld vorgesehen. Das hat den Vorteil, dass keine Stromkreisverteiler-Zuleitung verlegt werden muss. Der Nachteil ist dann allerdings, dass man häufig längere Zuleitungen für die einzelnen Stromkreise braucht, da sich der Weg zum Verteiler verlängert.
Der Zähler muss geeicht und so montiert sein, damit die Strommessung zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist. Die Stromzähler müssen von außen gegen Verschmutzung, Feuchtigkeit und mechanische Beschädigung geschützt werden. Es werden neben den klassischen Zählern mittlerweile immer mehr auch elektronische Zähler zum Einsatz gebracht.
Die Anzahl der Unterverteiler richtet sich nach Gebäudegröße und Anzahl der Stromkreise. Die Stromkreisverteiler werden in der Regel zentral pro Stockwerk angebracht. Vom Zählerschrank aus werden sie über Zuleitungen versorgt. Wichtig ist, dass sie immer gut zugänglich sind.
Wie kommt der Strom (Steckdosen und Beleuchtung) in die jeweiligen Zimmer?
Vom Unterverteiler werden dann die einzelnen Stromkreise für Beleuchtung und Steckdosen sternförmig in die jeweiligen Räume angefahren. Genauso werden zusätzliche Stromkreise, die eine eigene Zuleitung brauchen, vom Verteiler aus angefahren. Die Verlegung der Leitungen muss in den vorgeschriebenen Installationszonen erfolgen.
In Neubauten werden dabei schon vor dem Betonieren der Betondecken, Leerrohre für die jeweiligen Anschlüsse auf der Filigran-decke verlegt. Zuleitungen für Stromkreise, Anschlüsse für Steckdosen und Beleuchtung, sämtliche Kommunikationsanschlüsse werden an den jeweiligen Anschlüssen in die Räume geführt. Dadurch erspart man sich später eine große Menge an Arbeit, da die Leitungen nur noch in die Leerrohre eingezogen werden müssen.
Jeder elektrische Stromkreis braucht eine eigene Absicherung. Die Leitungen werden über Leitungsschutzschalter im Stromkreisverteiler abgesichert. Jeder Stromkreis hat, je nach Anschlussleistung und Querschnitt der Leitung, eine Absicherung im Stromkreisverteiler.
Wie kommen TV, Internet, Telefon in die jeweiligen Räume?
Eine moderne Multi-Media-Verkabelung ist heute in Neuprojekten nicht mehr wegzudenken. Alle Anschlüsse sollten, wenn möglich sternförmig, von einem zentralen Punkt aus verlegt werden. Häufig kommen heutzutage dazu Kommunikationsverteiler zum Einsatz.
In diesen Verteilern werden alle benötigten Komponenten untergebracht, wie:
- Leitungen für Internet, Telefon und Hauskommunikation (Sprechanlagen, Videoanlagen) (luK).
- Leitungen für die Signalübertragung zum TV- und Radioempfang (RuK).
- Steuerleitungen
Wie der Aufbau der Kommunikationsanschlüsse erfolgen kann, können Sie ausführlich im Artikel „Moderne Multimedia-Verkabelung“ nachlesen.
In Neubauten werden dabei schon vor dem Betonieren der Betondecken, Leerrohre für die jeweiligen Kommunikationsanschlüsse auf der Filigran-decke verlegt. Somit kann man sich wieder viel Arbeit einsparen, da die Leitungen später nur noch eingezogen werden müssen.

Welche Installationen und Steuerungen werden für elektrische Jalousien und Raumtemperaturregelung benötigt?
Da stellt sich erst mal die Frage: Sollen die Jalousien manuell bedient werden können oder eine automatisierte zentrale Steuerung. Diese ermöglicht, mit einem Wochenprogramm oder auch in Abhängigkeit von Helligkeit und Wind automatisch zu schließen oder zu öffnen. Es ist auch eine Smart-Home-Lösung denkbar. Hier könnte man sogar mit dem Smartphone, zum Beispiel, im Urlaub die Jalousien bedienen. Diese Funktionen sind jedoch alle nicht günstig.
Bei Rollladen wäre die einfachste elektrische Form ein Jalousieschalter mit elektronischen Rohrmotoren, der einfach in die Welle im Rollladenkasten montiert werden. Hier könnten zum Beispiel zwei Motoren von einem Jalousieschalter bedient werden. Das wäre sicherlich die günstigste Möglichkeit. Rollläden können natürlich auch vollautomatisch, mit einer Zentralsteuerung oder einer Smart-Home-Lösung bedient werden.
Die Raumtemperaturregelung wird heute meist über zusätzliche Thermostate pro Raum gesteuert. Da heute häufig eine Fußbodenheizung zum Einsatz kommt, können die einzelnen Heizkreise über Stellantriebe im Heizkreisverteiler gesteuert werden. Der Raumthermostat gibt die Impulse zum „Öffnen“ und „Schließen“ des Heizkreises weiter. Wie das funktioniert, lesen Sie ausführlich im Artikel „Thermostat Fußbodenheizung„.
Für die Regelung der Heizung kommen auch immer mehr Smart-Home-Lösungen infrage. Hier gibt es individuelle Lösungen, oder die Raumtemperaturregelung ist ein Bestandteil eines kompletten Smart-Home-Anbieters.
Welche Smart-Home-Anwendungen sind sinnvoll?
SmartHome oder Hausautomation-Lösungen gibt es mittlerweile viele auf dem Markt. Man sollte sich sehr genaue Gedanken machen, welche wirklich Sinn machen und die Anschaffungskosten auch wert sind. Alles, was zur Sicherheit des Gebäudes beiträgt und Energie zu sparen, sind sicherlich sinnvolle Lösungen.
Wenn, dann sollte man sich für einen Anbieter entscheiden, der mehrere Lösungen für verschiedene Anwendungen anbietet. Die Anwendungen sollten auf jeden Fall erweiterbar sein. Kabel-gebundene Lösungen haben da sicherlich Vorteile, jedoch gibt es mittlerweile auch viele gute Funk- oder WLAN-Lösungen.
Der Markt ist mittlerweile riesig. Weitere Informationen können Sie dazu im Artikel „Hausautomation in Wohngebäude“ nachlesen.
Wie wird die Elektroinstallation im Rohbau verlegt?
Bei Neubauten (kein Holzhaus) werden ja, wie schon erwähnt, bereits vor dem Gießen der Betondecke, Leerrohre auf der Filigran-decke verlegt, sodass später die Leitungen nur noch in die Leerrohre eingezogen werden müssen. Diese Leerrohre werden nun, nur noch zu den einzelnen Anschlüssen verlängert.
Hierzu müssen natürlich noch die Schlitze für die Rohre und Kabel in die Rohbauwände gestemmt werden.
Auch müssen die Unterputzdosen ins Mauerwerk gesetzt werden. Eine „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ für diese einfachen Tätigkeiten, finden Sie hier: Unterputzdose

Somit sind alle Leitungen komplett im Rohr und können später auch ausgewechselt oder Leitungen nachgezogen werden. Diese Unterputz-Installation ist sehr komfortabel und wird häufig angewendet.
Installation in Hohlwänden
Bei Holzhäusern oder Fertighäusern wird der Innenausbau hauptsächlich aus Holz oder Trockenbau (Gipskarton) ausgeführt. Hier müssen keine Schlitze gestemmt werden. Alle Leitungen werden in den Hohlwänden und Decken verlegt. Die Anschlüsse, wie Schalter, Steckdosen, Netzwerk, Antenne etc. werden einfach mit einem entsprechenden Dosenbohrer in die Trockenbauwände gebohrt.

Aufputz-Installation
In Kellerräumen, Garagen oder Werkstätten wird die Elektroinstallation häufig „Aufputz“ installiert. Hier gibt es die entsprechenden Kanäle, Rohre und Aufputz-Komponenten im Handel.
Die Rohbau- und Trockenbau-Installationen machen einen Großteil der Arbeiten zur Elektroinstallation aus: Arbeiten wie …
- Schlitze stemmen
- Dosen setzen/ bohren
- Rohre und Kabel verlegen
- Verteiler setzen
- Leitungen in Rohre einziehen
… sind alle im stromlosen Zustand auszuführen und eigentlich sehr einfache handwerkliche Tätigkeiten, die jeder begabte Heimwerker selbst ausführen kann. Sie können sich dadurch eine Menge Geld bei der Elektroinstallation sparen. Wenn Sie sich dafür interessieren, kann ich Ihnen eine sehr ausführliche Praxis-Anleitung, mit gutem Gewissen empfehlen. Sie erhalten eine genaue „Schritt-für-Schritt-Anleitung“. Der Anleitungen sind sehr ausführlich (von der Planung bis zur Endmontage) und richtig verständlich erklärt.
Selbst wenn Sie nur: Schlitze stemmen, Dosen setzen, Rohre verlängern, Kabel einziehen selbst erledigen wollen, sparen Sie sich mit den Praxis-Anleitungen schon eine Menge der Kosten für die Elektroinstallation.
Welche Leitungen sollten in Leerrohren verlegt werden?
Der Vorteil einer „Leerrohr-Installation“ ist, dass Kabel und Leitungen später wieder problemlos ausgewechselt werden können. Deshalb sollte, wenn möglich, ein Großteil der Elektroinstallation in Rohren erfolgen.
Alle Schwachstrom-Installationen wie Netzwerk-, Telefon-, Antenne sollen ohnehin komplett in Installationsrohren erfolgen. Wie der Aufbau der Kommunikationsanschlüsse erfolgen kann, können Sie ausführlich im Artikel „Moderne Multimedia-Verkabelung“ nachlesen.
Es sollten Leerrohre zwischen den Unterverteilern und Kommunikationsverteilern für Nachrüstungen vorgesehen werden.
Tipp: Für Installationen, die aktuell noch nicht in Frage kommen, die aber später eventuell in Frage kommen, sollen auf jeden Fall gleich Leerrohre mit vorgesehen werden. Diese einfach in zusätzlichen Leerdosen enden lassen.
Beispiel dafür sind:
- Smart-Home-Anwendungen
- Netzwerkanschlüsse
- Kameras
- zusätzliche Leuchtenauslässe
- spätere Installationen (Sauna)
- Funktionalität des Raumes ändert sich (aktuell Kinderzimmer, später mal Büro oder Fitnessraum)
Welche Kabel und Leitungen für welche Anschlüsse?
Viele Selber-Macher tun sich hier schwer. Probleme bestehen aus Erfahrung bei den einzelnen Grundschaltungen und Anschlüssen in den verschiedenen Räumen, die richtigen Kabel zu verlegen. Aber auch bei den Kommunikationsanschlüssen, wie Netzwerk, Antenne, Telefon und Sprechanlage, sollten die richtigen Kabel verwendet werden.
Eine Hilfe für Selber-Macher ist sicherlich eine Checkliste. Ich habe daher eine Materialliste für die Elektroinstallation in einem Einfamilienhaus erstellt. Dort finden Sie auch die richtigen Kabel für Ihre Installation.
Ich empfehle die komplette Unterputz-Elektroinstallation in Rohren auszuführen. Dann gibts bei nachträglichen Erweiterungen oder Auswechslungen der Leitungen, keine Probleme.
Wenn Sie detaillierte Anleitungen brauchen, welche Leitung für welche Installation. Eine Installations-Praxis-Anleitung für Selber-Macher finden Sie hier:
💡 Falls Ihnen diese Anleitung nur bedingt weiterhilft und Sie brauchen als begabter Heimwerker eine richtige Schritt-für-Schritt-Anleitung, weil Sie sich dadurch viel Geld sparen möchten. Oder Ihr Ziel ist, bestimmte Dinge bei der Elektroinstallation einfach selbst zu erledigen? Dann besorgen Sie sich das Praxisbuch vom Fachmann. Hier lernen Sie alles rund um die Elektroinstallation im Eigenheim. Von der Planung bis zur Endkontrolle und das in Praxis erklärt, dabei sind alle Schaltungen 1:1 an einer Holztafel aufgebaut. Alles sehr praxisnah und daher top verständlich, keine trockene Theorie. Für versierte Heimwerker ein muss! |
Wo sollen Verteiler für Schwachstrom-Anlagen untergebracht werden?
Der Zählerschrank ist ja meist im Keller oder im Erdgeschoss, an zentraler Stelle untergebracht. Unterverteiler in der Regel in jedem Stockwerk. Wo sollen den nun die Netzwerk-Verkabelungen und Antennenleitungen untergebracht und verteilt werden?
Nun, früher gab’s diese Sorgen nicht, da ja meist nur ein Telefon und ein paar Antennensteckdosen pro Wohnung installiert waren.
Heute sieht es ganz anders aus. Heute verlangen die meisten Neubauten eine strukturierte Netzwerkverkabelung, Video-Sprechanlagen, Antennen-Steckdosen, Kameras und immer häufiger auch Smart-Home-Anwendungen. Daher empfiehlt es sich, großzügig ausgelegte Kommunikations-Verteiler an zentraler Stelle im Gebäude zu installieren. Ratsam wäre es dann von dort eine sternförmige Verkabelung, möglichst komplett in Leer-Rohren, auszuführen.

Ein Kommunikationsverteiler an einer zentralen Stelle zu installieren und von dort aus eine sternförmige Verkabelung auszuführen ist unbedingt zu empfehlen!
Welche Schalterprogramme sind zu empfehlen?
Auf jeden Fall keine billigen Baumarkt-Hersteller verwenden. Hier sind unbedingt qualitativ hochwertige Produkte zu empfehlen. Wer hier an der falschen Stelle spart, hat im Nachhinein den doppelten Ärger. Garantiert hervorragende Qualität bekommt man zum Beispiel von folgenden Herstellern:
- Busch-Jäger
- Jung
- Gira
- Merten
- Berker
- Siemens
90 Prozent aller Bauherren entscheiden sich für die Standardprogramme der namhaften Hersteller. Am besten schauen Sie sich mal auf deren Webseite vorbei und machen sich ein Bild. Es gibt auch einige Programme in der Luxusausführung. Diese sind jedoch meist recht teuer. Bei einem Einfamilienhaus kommt da ja einiges zusammen.
Tipp: „Online“ bekommen Sie meist deutlich günstigere Preise als beim Elektriker vor Ort. Das ist ja auch in Ordnung. Er muss ja auch was verdienen, um überleben zu können. Wenn der Installateur bei Ihnen jedoch schon einiges gemacht (verdient) hat, ist er eventuell nicht abgeneigt, wenn Sie Ihr Schalterprogramm online einkaufen und er es Ihnen dann einbaut. Am besten ist es, mit Ihrem Elektriker vor Ort offen darüber zu reden.
Eine Hilfe für Selber-Macher ist sicherlich wieder meine Material-Checkliste. Diese Liste dient als Beispiel für die komplette Elektroinstallation in einem Einfamilienhaus. Dort finden Sie auch eine Auswahl eines Schalter- und Steckdosen-Programms.

Fazit und Empfehlung für Selber-Macher (Anleitung für Bauherren)
Die Antworten auf die wichtigsten Fragen, die bei der Elektroinstallation häufig auftreten, wurden in diesem Artikel sehr ausführlich beschrieben und nach bestem Wissen und jahrelanger Erfahrung niedergeschrieben. Ich denke, bei der Elektroinstallation ist einiges eigentlich gar nicht schwer umzusetzen. Vieles sind einfache Tätigkeiten. Man muss nur den Aufbau und die Umsetzung verstanden haben.
Sie können, die für Sie wichtigen Elemente herausziehen und für Ihre Projekte anwenden. Sie können manches sicherlich abändern oder nach Ihren Bedürfnissen anpassen. Jede Elektroinstallation ist schließlich individuell. Jedoch denke ich, dass schon viele Dinge angesprochen wurden, die den Bauherren und Renovierer interessieren.
Extra-Tipp für Selber-Macher: Sich möchten bis zu 50 % der Kosten für die Ausführung der Elektroinstallation sparen. Sie sind auf der Suche nach einem Do-it-Yourself -(Selbermachen)- Kurs, der Ihnen von der Planung bis zur Abnahme jeden Schritt erklärt:
💡 Falls Ihnen diese Anleitung nur bedingt weiterhilft und Sie brauchen als begabter Heimwerker eine richtige Schritt-für-Schritt-Anleitung, weil Sie sich dadurch viel Geld sparen möchten. Oder Ihr Ziel ist, bestimmte Dinge bei der Elektroinstallation einfach selbst zu erledigen? Dann besorgen Sie sich das Praxisbuch vom Fachmann. Hier lernen Sie alles rund um die Elektroinstallation im Eigenheim. Von der Planung bis zur Endkontrolle und das in Praxis erklärt, dabei sind alle Schaltungen 1:1 an einer Holztafel aufgebaut. Alles sehr praxisnah und daher top verständlich, keine trockene Theorie. Für versierte Heimwerker ein muss! |
Wichtig: Bei allen Arbeiten an der Elektroinstallation sollten die Sicherheitsregeln beachtet werden. Lesen unbedingt auch die wichtigen Infos dazu.