Tasterschaltung anschließen – die komplette Anleitung vom Elektriker
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – auf aktuellen Stand gebracht.
Sie wollen das Licht im Flur oder Treppenhaus von mehr als drei Stellen aus schalten – ohne komplizierte Kreuzschaltung mit vielen Adern und Schaltern? Dann ist die Tasterschaltung die richtige Lösung. Ein Taster gibt nur einen Impuls an ein Stromstoßrelais im Verteiler, und das schaltet die Leuchte. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen aus über 30 Jahren Elektriker-Praxis Aufbau, Funktion, Anschluss und die typischen Fehler, die man unbedingt vermeiden sollte.
⚡ Alles auf einen Blick:
- Die Tasterschaltung schaltet einen Verbraucher (meist eine Leuchte) von beliebig vielen Stellen aus.
- Statt Wippschaltern werden Taster mit federbelasteter Wippe verwendet – sie geben nur einen Impuls.
- Ein Stromstoßrelais (Eltako) im Verteiler schaltet das Licht beim Empfang des Impulses ein oder aus.
- Anwendungsgebiete: Flure, Treppenhäuser, Lagerhallen, Durchgangsräume mit vielen Schaltstellen.
- Vorteil: Einfache Verdrahtung mit nur 2–3 Adern pro Taster, beliebig viele Schaltstellen nachrüstbar.
- Für Treppenhäuser ist ein Treppenlichtautomat mit Zeitfunktion oft die bessere Wahl.
Was ist eine Tasterschaltung?
Die Tasterschaltung (auch Stromstoßschaltung genannt) ist eine besondere Form der Lichtschaltung, bei der das Licht über Taster statt über klassische Wippschalter geschaltet wird. Jeder Taster gibt beim Drücken nur einen kurzen Stromimpuls an ein zentrales Stromstoßrelais ab. Das Relais schaltet beim Empfang des Impulses um – einmal ein, beim nächsten Impuls wieder aus.
Der entscheidende Unterschied zu Wechselschaltung und Kreuzschaltung: Es gibt keine Schalter-Stellungen mehr. Jeder Taster wirkt unabhängig, und das Relais merkt sich den Zustand der Leuchte (an oder aus). Genau deshalb können Sie beliebig viele Schaltstellen einrichten – mehr Taster bedeuten nicht mehr Verdrahtungsaufwand.
Wann ist eine Tasterschaltung sinnvoll?
Die Tasterschaltung lohnt sich überall dort, wo mehr als drei Schaltstellen für eine Leuchte gebraucht werden – oder wo später weitere Schaltstellen nachgerüstet werden könnten:
- Lange Flure mit mehreren Türen
- Treppenhäuser mit Etagen-Schaltstellen (besser noch mit Treppenlichtautomat, siehe unten)
- Lagerhallen und Werkstätten mit vielen Eingängen
- Durchgangsräume mit drei oder mehr Türen
- Räume mit Erweiterungsplanung – wo künftig zusätzliche Schaltstellen denkbar sind
Aufbau und Funktionsweise der Tasterschaltung
Eine Tasterschaltung besteht immer aus drei Hauptbestandteilen: den Tastern, dem Stromstoßrelais und dem Verbraucher (in der Regel die Leuchte).

Übersicht der häufigsten Schalter und Taster bei der Elektroinstallation.
Der Taster – Aufbau und Anschlüsse
Optisch sieht ein Taster auf den ersten Blick aus wie ein normaler Lichtschalter. Der Unterschied wird erst spürbar, wenn Sie die Wippe betätigen: Sie federt zurück in die Ausgangsstellung. Damit gibt der Taster nur einen kurzen Impuls ab – im Gegensatz zum Wippschalter, der seine Stellung beibehält.
Ein Taster hat in der Regel zwei oder drei Anschlussklemmen:
- Klemme „L“ – für die Phase (Außenleiter, dauerhaft stromführend)
- Klemme mit Pfeil ⇑ – Tasterdraht, der zur Spule A1 des Stromstoßrelais führt
- Klemme „N“ – optional für den Neutralleiter, nur bei Tastern mit Glimmlampe (Orientierungslicht) nötig
Es gibt Taster als Schließer (links), Öffner (Mitte) und Wechsler (rechts). Der übliche Einsatz erfolgt mit einem Schließer.
Für die klassische Tasterschaltung wird ein Taster als Schließer verwendet. Mehr zum Unterschied zwischen Schließer, Öffner und Wechsler finden Sie unter Taster als Schließer und Taster als Wechsler.
Das Stromstoßrelais – das Herzstück der Schaltung
Das Stromstoßrelais (oft auch Stromstoßschalter oder Eltako genannt – Eltako ist eigentlich nur der bekannteste Hersteller) ist ein elektromechanisches Schaltgerät, das den eigentlichen Stromkreis zur Leuchte schließt oder öffnet. Es wird in der Regel im Unterverteiler auf der Hutschiene montiert.

Das Standard-Stromstoßrelais hat vier Anschlüsse:
- Klemme 1: Dauerphase (braun, stromführender Leiter)
- Klemme 2: Lampendraht – führt zur Leuchte
- Klemme A1: Tasterdraht – kommt von den Tastern (Steuereingang)
- Klemme A2: Neutralleiter (blau)
Stromstoßrelais im Verteiler oder hinter dem Taster?
Grundsätzlich wird das Stromstoßrelais im Unterverteiler auf die Hutschiene montiert. Das ist die saubere, professionelle Lösung.
Bei Nachrüstungen im Bestand kann es aber sinnvoll sein, das Relais direkt in der Schalterdose hinter einem Taster oder in einem Klemmkasten unterzubringen. Dafür gibt es im Handel spezielle Kompakt-Stromstoßrelais. Vorteil: Keine zusätzliche Steuerleitung zum Verteiler nötig – die ist im Bestand oft nicht vorhanden.
Wie funktioniert die Tasterschaltung?
Die Funktion ist einfach erklärt:
- Sie betätigen einen Taster – egal welchen.
- Ein kurzer Stromimpuls fließt über den Tasterdraht zur Klemme A1 des Stromstoßrelais.
- Die Spule im Relais zieht an, der Schaltkontakt wechselt seinen Zustand: Licht „Ein“ oder „Aus“.
- Beim nächsten Tastendruck (an irgendeinem Taster) wechselt das Relais wieder seinen Zustand.
Das Stromstoßrelais hat also nur zwei Stellungen: geöffnet (Licht aus) oder geschlossen (Licht an). Jeder Tasterdruck wechselt die Stellung.
Tasterschaltung vs. Treppenlichtautomat – was nehmen wann?
Eine häufige Frage in der Praxis: Soll ein Stromstoßrelais oder ein Treppenlichtautomat verwendet werden? Beide verwenden Taster, aber sie funktionieren grundlegend unterschiedlich:
| Gerät | Funktion | Einsatz |
|---|---|---|
| Stromstoßrelais | Licht bleibt an, bis man nochmal drückt | Flure, Lagerhallen, Räume mit vielen Schaltstellen |
| Treppenlichtautomat | Licht geht nach eingestellter Zeit (z. B. 1–12 Min.) automatisch aus | Treppenhäuser, Aufgänge in Mehrfamilienhäusern |
💡 Meine Praxis-Empfehlung: In Treppenhäusern sind Treppenlichtautomaten perfekt geeignet, weil das Licht automatisch wieder ausgeht. Ein Stromstoßrelais ist dort weniger gut, weil das Licht ja nicht automatisch ausgeht – wer das Treppenhaus verlässt und vergisst, das Licht auszuschalten, lässt es stundenlang brennen.
Alternativ verwende ich in Treppenhäusern auch gerne Bewegungsmelder mit Zeitfunktion, die nach 3 Minuten automatisch das Licht ausschalten. Noch komfortabler, weil man gar nicht mehr drücken muss.
Welches Kabel und welche Adern brauchen Sie?
Die Tasterschaltung kommt theoretisch mit sehr wenig Adern aus – aber in der Praxis sollten Sie immer ein bisschen großzügiger planen.
Minimale Verkabelung
- 2 Adern reichen bei einem Taster ohne Glimmlampe (Phase + Tasterdraht)
- 3 Adern bei Taster mit Glimmlampe (Phase + Tasterdraht + Neutralleiter für die Glimmlampe)
Praxis-Aderbelegung beim NYM-J 5 × 1,5
| Aderfarbe | Funktion |
|---|---|
| Braun | Phase (Außenleiter, Dauerspannung) |
| Schwarz | Tasterdraht zur Klemme A1 des Stromstoßrelais |
| Grau | Lampendraht (von Klemme 2 des Relais zur Lampe durchgeklemmt) |
| Blau | Neutralleiter |
| Grüngelb | Schutzleiter – ausnahmslos nur als Schutzleiter |
Tasterschaltung anschließen – Schritt für Schritt
Vor jeder Arbeit: Spannungsfreiheit mit dem zweipoligen Spannungsprüfer prüfen, die 5 Sicherheitsregeln einhalten.
Schritt 1: Stromstoßrelais im Verteiler anschließen
- Phase vom Leitungsschutzschalter (Dauerspannung, braun) auf Klemme 1 des Stromstoßrelais.
- Neutralleiter (blau) auf Klemme A2.
- Tasterdraht (schwarzer Draht vom Verbindungskabel zu den Tastern) auf Klemme A1.
- Lampendraht (grauer Draht zum Verbindungskabel der Lampe) auf Klemme 2.
Schritt 2: Verbindungskabel zu den Tastern verlegen und anschließen
- Im Verteiler die Phase (braun) und den Neutralleiter (blau) parallel in das Verbindungskabel NYM-J 5 × 1,5 zum ersten Taster führen.
- Schwarzer Draht des Verbindungskabels auf Klemme A1 des Relais (Tasterdraht).
- Grauer Draht ebenfalls einklemmen – wird später zum Lampendraht (durch alle Taster bis zur Lampe durchgeklemmt).
- Schutzleiter (grüngelb) und Neutralleiter (blau) auf die entsprechenden Leisten im Verteiler.
Schritt 3: Erste Schaltstelle (Taster) anschließen
- Am ersten Taster: Phase (braun) auf Klemme „L“.
- Tasterdraht (schwarz) auf die Pfeil-Klemme ⇑ des Tasters.
- Bei Taster mit Glimmlampe: Neutralleiter (blau) auf die N-Klemme des Tasters.
- Lampendraht (grau) und Schutzleiter (grüngelb) mit WAGO-Klemmen durchschleifen zur nächsten Schaltstelle.
Schritt 4: Weitere Taster anschließen (parallel)
- Alle weiteren Taster werden nach demselben Schema angeschlossen – die Phase und der Tasterdraht laufen parallel zu jedem Taster.
- Lampendraht (grau), Neutralleiter (blau) und Schutzleiter (grüngelb) werden in der Tasterdose nur durchgeschleift – nicht am Taster angeschlossen.
Schritt 5: Lampe anschließen und Funktionsprüfung
- An der Lampe: Brauner Draht (Lampendraht, kommt eigentlich grau aus dem 5×1,5 → wird über WAGO auf braun gewechselt) auf Klemme „L“ der Lampe.
- Neutralleiter (blau) auf Klemme „N“ der Lampe.
- Schutzleiter (grüngelb) auf Schutzleiterklemme der Lampe.
- Sicherung wieder einschalten – jeder Tastendruck (an jedem Taster) sollte das Licht ein- bzw. ausschalten.
Die häufigsten Fehler bei der Tasterschaltung
Aus 30 Jahren Praxis die typischen Fehler, die Heimwerker und Lehrlinge bei der Tasterschaltung machen:
🚫 Die häufigsten Fehler:
- Klemmen am Relais vertauscht: Phase (Klemme 1) und Tasterdraht (Klemme A1) werden verwechselt. Schaltung funktioniert nicht.
- Dauerstrom auf der Spule: Ein Taster klemmt oder ist mechanisch blockiert. Folge: Das Relais brummt – und brennt im schlimmsten Fall durch.
- Neutralleiter (N) vergessen: Der Neutralleiter fehlt am Relais an Klemme A2. Das Relais kann nicht arbeiten.
- Wippschalter statt Taster verbaut: Versehentlich normale Aus- oder Wechselschalter genutzt. Das Relais bekommt Dauerspannung statt Impuls – Schaltung funktioniert nicht.
- Glimmlampe mit LEDs kombiniert: Taster mit Orientierungslicht leiten zu viel Reststrom – das Relais schaltet nicht zuverlässig ab oder „flattert“ (siehe Praxisgeschichte unten).
- Schaltleistung des Relais überschritten: Bei großen LED-Gruppen die Wattzahl der angeschlossenen Leuchten prüfen. Standard: 16 A / 3.600 W.
Aus meiner Praxis: Die blinkenden LEDs im Altbau
Eine wahre Geschichte aus meinem Berufsalltag, die zeigt, warum man bei modernen LED-Leuchten besonders aufpassen muss:
💡 Echte Geschichte – die geheimnisvoll blinkenden LEDs:
Ein Elektriker rüstet im Altbau die Flurbeleuchtung auf moderne LEDs um. Als er fertig ist, stellt er fest: Das Licht lässt sich zwar einwandfrei schalten, aber im ausgeschalteten Zustand blinken und glimmen die LEDs im Sekundentakt fröhlich vor sich hin.
Der Lehrling vermutet sofort ein defektes Relais oder Geisterströme. Er tauscht den Stromstoßschalter im Verteiler – ohne Erfolg. Er klemmt die Taster ab – die LEDs blinken munter weiter. Der Lehrling verzweifelt und vermutet einen Kabelbruch in der Wand.
Der Meister kommt dazu, wirft einen Blick auf die Taster und schmunzelt. Er nimmt einen Seitenschneider, öffnet jeden Taster und knipst mit einem lauten Knips die kleinen Glimmlämpchen (Orientierungslichter) heraus, die in den Schaltern verbaut sind.
Plötzlich ist es stockdunkel und das Blinken hat ein Ende.
Die Auflösung: Der minimale Strom, der permanent durch die kleinen Glimmlämpchen fließt, reichte bei den alten Glühbirnen nie aus, um sie zum Leuchten zu bringen. Die hocheffizienten neuen LEDs jedoch luden sich durch diesen winzigen Reststrom Sekunde für Sekunde auf – bis die Spannung für einen kurzen, hellen Blitz reichte.
Lehre: Bei LED-Beleuchtung mit Tastern, die Glimmlampen haben, kann es zu Geisterleuchten kommen. Lösung: Glimmlampen entfernen, LED-taugliche Relais verwenden oder einen Entstörkondensator parallel zur LED schalten.
Glimmlampe im Taster – wann sinnvoll?
Eine kleine, aber praktische Sache: Viele Taster lassen sich mit einer Glimmlampe als Orientierungslicht ausstatten. Die Lampe leuchtet schwach, wenn der Taster im ausgeschalteten Zustand ist – so erkennt man den Schalter auch im Dunkeln sofort.
Mein Praxis-Tipp: Ich verwende grundsätzlich Taster mit Glimmlampe – im Dunkeln im Flur ist das sehr hilfreich. Achtung: Wie oben beschrieben, kann es bei LED-Leuchten zu Problemen kommen. Lösung dort: spezielle LED-taugliche Stromstoßrelais verwenden oder die Glimmlampen weglassen.
Tasterschaltung mit Steckdose unter dem Taster
Wer unter dem Taster eine Steckdose nachrüsten will, muss die Verkabelung entsprechend planen:
- Mindestens NYM-J 5 × 1,5 mm² als Verbindungskabel verwenden (das macht Steckdose nachrüsten möglich)
- An der Tasterdose muss eine Dauerphase ankommen – diese liegt bei der Standard-Tasterschaltung am Taster sowieso an
- Wichtig: Schalterabzweigdose verwenden, die hat mehr Platz für die Klemmstellen
Mehr zum Thema Dosenwahl finden Sie unter Wechselschaltung anschließen – dort erkläre ich die Unterschiede zwischen normaler Schalterdose, tiefer Schalterdose und Schalterabzweigdose ausführlich.
Häufige Fragen zur Tasterschaltung (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen einem Taster und einem Schalter?
Ein Schalter bleibt nach dem Betätigen in seiner Stellung – er hält den Stromkreis dauerhaft geöffnet oder geschlossen. Ein Taster hat eine federbelastete Wippe und springt nach dem Loslassen zurück in die Ausgangsposition. Er gibt nur einen kurzen Impuls ab.
Brauche ich für die Tasterschaltung unbedingt ein Stromstoßrelais?
Ja. Ohne Stromstoßrelais funktioniert die Tasterschaltung nicht. Das Relais ist das Herzstück, das die einzelnen Tasterimpulse in dauerhafte Schaltzustände umwandelt – Licht „Ein“ oder „Aus“.
Wo wird das Stromstoßrelais montiert?
Üblicherweise im Unterverteiler auf der Hutschiene. Bei Nachrüstungen kann es auch direkt in der Schalterdose hinter einem Taster oder in einem separaten Klemmkasten untergebracht werden – dafür gibt es spezielle Kompakt-Relais.
Wie viele Adern braucht man bei einer Tasterschaltung am Taster?
Mindestens 2 Adern (Phase und Tasterdraht). Mit Glimmlampe als Orientierungslicht 3 Adern. In der Praxis verlege ich immer NYM-J 5 × 1,5 mm² – dann lässt sich später noch eine Steckdose unter dem Taster nachrüsten.
Welches Kabel verwende ich zum Taster?
NYM-J 5 × 1,5 mm² ist die praktische Standardlösung. Niemals NYM-J 3 × 1,5 verwenden, weil der grüngelbe Draht nur als Schutzleiter verwendet werden darf. Mindestens 4 Adern, in der Praxis fast immer 5 Adern.
Was ist der Unterschied zwischen Stromstoßrelais und Treppenlichtautomat?
Das Stromstoßrelais hält das Licht so lange an, bis man wieder einen Taster betätigt. Der Treppenlichtautomat schaltet das Licht nach einer voreingestellten Zeit (z. B. 1–12 Minuten) automatisch wieder aus. Im Treppenhaus ist der Treppenlichtautomat klar vorzuziehen.
Kann ich eine bestehende Wechselschaltung in eine Tasterschaltung umbauen?
Ja, das geht. Voraussetzung: Es gibt eine Phase und einen Neutralleiter an jeder Schaltstelle. Statt zwei Wechselschaltern werden zwei Taster verbaut, und im Verteiler wird ein Stromstoßrelais ergänzt. Die Korrespondierenden des alten Aufbaus dienen dann als Phase und Tasterdraht.
Wieviel Watt schaltet ein Stromstoßrelais?
Standard-Stromstoßrelais schalten bis 16 A, also etwa 3.600 W. Für den Hausgebrauch reicht das in den allermeisten Fällen. Bei großen LED-Gruppen die Gesamtwattzahl prüfen – manche Relais haben spezielle Werte für LED-Lasten.
Warum blinken meine LEDs in der Tasterschaltung?
Wahrscheinlich haben Ihre Taster eingebaute Glimmlampen. Der minimale Strom, der durch die Glimmlampen fließt, reicht bei modernen LED-Leuchten aus, um sie kurz aufleuchten zu lassen. Lösung: Glimmlampen entfernen oder LED-taugliches Stromstoßrelais verwenden.
Wann ist eine Kreuzschaltung besser, wann die Tasterschaltung?
Bei genau 3 Schaltstellen ist die Kreuzschaltung noch machbar. Ab 4 Schaltstellen ist die Tasterschaltung klar überlegen – einfache Verdrahtung, beliebig erweiterbar. Für Treppenhäuser: Treppenlichtautomat oder Bewegungsmelder bevorzugen.
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Fazit
Die Tasterschaltung ist die flexibelste Lichtschaltung im Wohnungsbau. Wo Kreuz- und Wechselschaltung an ihre Grenzen kommen (ab 4 Schaltstellen), spielt sie ihre Stärken aus: einfache Verdrahtung, jederzeit nachrüstbar, robuste Funktion über Jahrzehnte. Das Herzstück ist das Stromstoßrelais im Verteiler – ohne dieses Gerät keine Tasterschaltung.
Mein Rat aus 30 Jahren Praxis: Im Treppenhaus lieber Treppenlichtautomat oder Bewegungsmelder – das automatische Ausschalten spart Strom und macht die Bedienung komfortabler. Beim Verbindungskabel nie unter 5 Adern arbeiten – das macht spätere Steckdosen-Nachrüstungen ohne Stemmarbeiten möglich. Und bei LED-Beleuchtung mit Glimmlampen-Tastern aufpassen: Reststrom kann zu blinkenden LEDs führen – die Lösung sind LED-taugliche Relais oder das Weglassen der Glimmlampen.
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